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Ute Holl: Die Unschuld der Medien
Die Unschuld der Medien
(p. 111 – 127)

Zu Riefenstahls DAS BLAUE LICHT

Ute Holl

Die Unschuld der Medien
Zu Riefenstahls DAS BLAUE LICHT

PDF, 17 pages

Eine gegenläufige Strategie verdeutlicht Ute Holl an einem Film von Leni Riefenstahl. Dort entfaltet die Medientechnik ihre Funktionen, indem sie selbst unsichtbar gemacht wird. Dabei werden die medialen Funktionen allerdings auf transzendente Mächte oder auf die Geschlechterverhältnisse und die Figur eines Mädchens projiziert. Holl verbindet die visuellen Inszenierungen mit den Medienpolitiken des Nationalsozialismus, dessen Ästhetisierung von Politik ebenfalls nicht auf die Medien selbst zurückgeführt werden kann, sondern auf eine Bündelung von Strategien und medialen Funktionen.

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Ute Holl

Ute Holl

is professor of media studies at Basel University. She has worked on the epistemology of technical media, on anthropological and experimental cinema, and on a media history of acoustics, electro-acoustics, and radio theory. She is the author of several books.
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Daniel Gethmann (ed.), Markus Stauff (ed.): Politiken der Medien

Die Fragestellung dieses Bandes ist auf politische Effekte gerichtet, die sich von denen der Parteien, der staatlichen Institutionen und politischer Akteure grundlegend unterscheiden. Die politische Routine wird von Medien strukturiert, die eine spezifische regierungstechnologische Rationalität entfalten, während mediale Kriegstechnologien den politischen »Ausnahmezustand« dominieren.

Etablieren Medien ihre eigene Form der Souveränität? Wird diese Souveränität durch Techniken oder Codierungen sichergestellt? Sind Medien Regierungstechnologien, die weitgehend unabhängig von staatlichen Institutionen das Verhalten von Bevölkerungen und Individuen anleiten oder einer Selbstregierung Rationalität verleihen? – Die Frage nach den Politiken der Medien erfordert sowohl eine spezifische Bestimmung medialer Mechanismen als auch eine immer neue Identifizierung ihrer politischen Effekte, womit zugleich der Begriff des Politischen selbst zur Diskussion steht.

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