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Pierre Guyotat: In der Tiefe

Pierre Guyotat

In der Tiefe

Translated by Heinz Jatho

Hardcover, 400 pages

Date of publication: 20.11.2017

Acht Wochen im Sommer des 15. Lebensjahrs

Nach Herkunft, dem Bericht eines Kindes, das sich angesichts von Krieg und Ver­nichtung und in der Befragung von Glaube und Natur ganz einem Leben als Dichter ­verschreibt, konzentriert sich In der Tiefe auf den engen Zeitraum von nicht mehr als acht Sommerwochen im fünfzehnten Lebensjahr des Autors.
Pierre Guyotat gelingt in diesem Text eine unerhörte Nähe zu den bis zum Bersten gespannten Nöten und Intensitäten einer Adoleszenz und der noch im kleinsten Detail so unergründlich wie offen daliegenden Welt. In unermüdlichem Ausforschen und
Erleiden einer nur im Übermaß präsenten Sinnesdichte und exzessiv vom Körper aus zur Sprache hin gesteigerten Erfahrungen gelangt das jugendliche Ich zu seiner schreibenden ­Verortung und Bestimmung. In einem ebenso poetischen wie rücksichtslos offenen Bewusstseinsstrom kreist der Text dabei stets um jenen, zwischen offenem Schöpfungsakt und ­klandestiner Sexualität aufklaffenden Riss, der dem späteren Werk des Autors seine besondere Erfahrung und Prägung verleihen wird.

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Pierre Guyotat

Pierre Guyotat

For almost fifty years now Guyotat has been considered one of the most significant avant-gardists and innovators in the French language. Writing, painting, drawing in close touch with music and literature since his early youth, he published his first book in 1961, Sur un cheval. In the same year, called up to the war in Algeria, he was imprisoned for incitement to desertion and the distribution of forbidden literature. With Tombeau pour cinq cent mille soldats (1967) and Eden, Eden, Eden (1970) he gained wide attention and provoked a sharp controversy including censorship. His radical writing was interrupted when his increasingly severe physical and mental exhaustion culminated, in late 1981, in a coma. In 2006 he published Coma, which reflects his psychiatric crisis and reached a wide audience. His numerous publications show Guyotat's stylistic diversity as well as his permanent altercation with literature.


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