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Ilka Brombach, Carl Hegemann, ...: »And you don’t understand ’cause it’s bigger than you«
»And you don’t understand ’cause it’s bigger than you«
(p. 205 – 215)

Carl Hegemann im Gespräch mit Ilka Brombach und Benjamin Wihstutz

Ilka Brombach, Carl Hegemann, Benjamin Wihstutz

»And you don’t understand ’cause it’s bigger than you«
Carl Hegemann im Gespräch mit Ilka Brombach und Benjamin Wihstutz

PDF, 11 pages

In diesem Gespräch mit dem Theatertheoretiker und -praktiker Carl Hegemann über die ästhetische Konzeption des Theaters, wie sie die Regiearbeiten von Schlingensief, Schleef, Castorf und Pollesch an der Berliner Volksbühne kennzeichnet, geht es um die Dimension des Politischen im Gegenwartstheater und der vergleichende Rekurs auf historische Begriffe des Schauspiels, des Publikums und des Scheins, insbesondere bei Schiller und Brecht. Dabei profiliert Hegemann das Theater als einen Ort der Differenz-Erfahrung, an dem das paradoxe Verhältnis von Fremd- und Selbstbestimmung erfahren und aufgezeigt werden kann.

  • religion
  • aesthetics
  • aesthetization
  • politics

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Benjamin Wihstutz

Benjamin Wihstutz

holds a PhD from Freie Universität Berlin, where he teaches theatre studies. His research focuses on politics and aesthetics in contemporary performance as well as in the German theatre around 1800.

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Ilka Brombach (ed.), Dirk Setton (ed.), ...: »Ästhetisierung«

»Ästhetisierung« lautet das Schlagwort eines K­ritikgenres des 20. Jahrhunderts, das die Grenzen zwischen dem Ästhetischen und Nichtästhetischen in polemischer Absicht vermessen hatte: Von Benjamins Diagnose einer »Ästhetisierung des politischen Lebens« über Debords »Gesellschaft des Spektakels« bis hin zu den verschiedenen Spielarten der Post­modernekritik ging es darum, dominante Momente des Ästhetischen auszumachen, welche die Bereiche der Politik, der Erkenntnis oder der Religion in eine Krise ihrer Norma­tivität stürzen.

Zunehmend lässt sich nun eine gegenläufige Tendenz beobachten: Teile der Geistes-, Geschichts- und Kulturwissenschaften behaupten eine konstitutive Funktion des Ästhetischen für politische, epistemische und religiöse Praktiken. Statt im Ästhetischen einen externen Stör- und Krisenfaktor zu sehen, wird es nun entweder als wesentlich für das Gelingen oder Funktionieren dieser Praktiken akzentuiert oder als Schlüsselbegriff betrachtet, um die Begriffe des Wissens, des Politischen und Religiösen einer grundlegenden Revision zu unterziehen.

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