Emmanuel Levinas: Die Menschenrechte und die Rechte des jeweils Anderen
Die Menschenrechte und die Rechte des jeweils Anderen
(p. 97 – 108)

Emmanuel Levinas

Die Menschenrechte und die Rechte des jeweils Anderen

in: Verletzlichkeit und Frieden . Schriften über die Politik und das Politische, p. 97 – 108

  • droits humains
  • éthique
  • altérité
  • politique
  • Judaïsme
  • responsabilité
  • guerre

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Pascal Delhom (éd.), Emmanuel Levinas, ...: Verletzlichkeit und Frieden

Emmanuel Levinas, Pascal Delhom (éd.), Alfred Hirsch (éd.)

Verletzlichkeit und Frieden
Schriften über die Politik und das Politische

Avec une préface de Pascal Delhom et Alfred Hirsch

livre broché avec rabats, 256 pages

PDF, 256 pages

Levinas’ Schriften über das Politische bringen eine doppelte Dringlichkeit zum Ausdruck: Die erste betrifft die Frage der Gewalt und des Krieges, die die Politik zu beherrschen scheinen. Die zweite, die philosophisch nicht weniger dringlich ist, ist diejenige der Legitimität des Politischen, die nicht allein aus der Gewalt oder aus der Verschiebung dieser Gewalt hervorgehen kann. In den hier versammelten Texten aus über 40 Jahren spricht Emmanuel Levinas die Themen des Totalitarismus, des Krieges und der Verletzlichkeit der Menschen, aber auch der Gerechtigkeit, der Menschenrechte und der Legitimität der politischen Institutionen an. Er schreibt über die Hoffnungen und die Gefahren, die er mit dem Staat Israel verbindet, und im Allgemeinen über die schwierige Zusammenkunft des jüdischen Anspruchs nach Gerechtigkeit und der griechischen Kategorien des Politischen. Aus einer neuen Perspektive und mit einem kompromisslosen Anspruch stellt Emmanuel Levinas die alte, doch stets neu zu stellende Frage nach der Beziehung zwischen Ethik und Politik. »Es ist nicht unwichtig zu wissen – und dies ist vielleicht die europäische Erfahrung des zwanzigsten Jahrhunderts – ob der egalitäre und gerechte Staat, in dem sich der Europäer vollendet – und den es einzurichten und vor allem zu bewahren gilt – aus einem Krieg aller gegen alle hervorgeht oder aus der irreduziblen Verantwortung des einen für den anderen und ob er die Einzigartigkeit des Antlitzes und der Liebe ignorieren kann. Es ist nicht unwichtig, dies zu wissen, damit der Krieg nicht zur Einrichtung eines Krieges mit gutem Gewissen im Namen der historischen Notwendigkeiten wird.«