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Ines Kleesattel, Ruedi Widmer: Scripted Culture. Nichts ist neu, oder: Wer ist wir?
Scripted Culture. Nichts ist neu, oder: Wer ist wir?
(p. 7 – 16)

Ines Kleesattel, Ruedi Widmer

Scripted Culture. Nichts ist neu, oder: Wer ist wir?

DE

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  • cyberculture
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  • cultural journalism

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Ines Kleesattel

Ines Kleesattel

is an art historian and cultural theorist. She researches into multi-perspective art-related practices of knowledge, documentary fiction, and political-aesthetic theory and praxis. She writes for various magazines as a freelance art critic.
Other texts by Ines Kleesattel for DIAPHANES
Ruedi Widmer

Ruedi Widmer

is responsible for the subject of culture journalism and for the Masters course in »publizieren & vermitteln« at the Zurich University of the Arts. He studied film and philosophy at the University Paris VIII and at the University of Zurich and then worked as journalist and publisher in the areas of film, media, design, art and culture (including for Neue Zürcher Zeitung, Hochparterre, Weltwoche, MAGAZIN, Jahrbuch CINEMA). Most recently he published contributions in newspapers and books on culture journalism in the context of media change, on American drama series, and on the design dimension of journalistic media in Switzerland.

Other texts by Ruedi Widmer for DIAPHANES
Ines Kleesattel (ed.), Ruedi Widmer (ed.): Scripted Culture

Blickt man auf die Kulturöffentlichkeit in der Digitalisierung, ergibt sich ein paradoxes Bild: Kulturöffentlichkeit explodiert und implodiert; Ur-Anliegen der Aufklärung sind ein­gelöst und gefährdet; Plattformen und Algorithmen sind Instanzen der Selbstbestimmung und der Fremdbestimmung; menschliches Verhalten reagiert auf Codes der Natur, der Kultur, der Gesellschaft und der Maschine. Wenn Kultur als das öffentliche Verhandeln von Werten in der Digitalisierung neue Formen finden muss, sind alle diese Codes im Spiel. Von der DNA bis zur Robotersteuerung, von der ursprünglichsten zur avanciertesten Buchhaltung, von der erzählten bis zur errechneten Zukunft, vom Drehbuch im engsten bis zum Drehbuch im weitesten Sinn – immer handelt es sich um Formen der »Geschriebenheit« von Geschichte und Geschichten. Der Erkenntnis folgend, dass in der Überwölbung von alten durch neue Kulturtechniken klassische Lese-, Erinnerungs- und Schreibarbeit noch wichtiger wird, offeriert der Band einen Rundgang durch Schlüssel­debatten der Digitalisierung; eine Feldforschung in den sich wandelnden Feldern der Kulturöffentlichkeit; und eine Bilder-Sammlung zur Frage der Geschriebenheit der Welt, der Kunst und der Gesellschaft.

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