Philipp Stoellger: Sagen und Zeigen
Sagen und Zeigen
(p. 71 – 92)

Sagen und Zeigen. Komplikationen und Explikationen einer Leitdifferenz

Philipp Stoellger

Sagen und Zeigen
Komplikationen und Explikationen einer Leitdifferenz

PDF, 22 pages

Philipp Stoellger problematisiert das gegenseitige Ausschließungsverhältnis der Domänen von Sagen und Zeigen, wie er es aus einer Bemerkung in Wittgensteins Tractatus rekonstruiert. Diese erscheint als Neuauflage der aristotelischen These der Inkommensurabilität von Endlichem und Unendlichem. Der reziproken Negation setzt Stoellger ein chiastisches Verhältnis beider Sphären entgegen. Aus theologischer Perspektive wird nicht nur die beharrliche Intention des Zeigens deutlich, sich auf das Unsichtbare und das Unsagbare zu richten, sondern auch ein generelles Bemühen des Menschen, das Sagbare und das Zeigbare – trotz des ihnen jeweils spezifischen mehr an Möglichkeiten – wechselseitig abbildbar zu machen.

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Martin Beck (éd.), Fabian Goppelsröder (éd.): Sichtbarkeiten 2: Präsentifizieren

Der Begriff des Zeigens ist in den Geistes- und Kulturwissenschaften verstärkt und dauerhaft relevant geworden. Gegen Sprachfixierung und Präsenzvergessenheit als doppeltes Erbe des linguistic turn fasst er die Eigenart visueller, körper- und raumbasierter Medien ebenso wie eine Dimension der Aisthesis, die nicht im Symbolischen aufgeht. Die Beiträge des Bandes bilden einen aktuellen Querschnitt einer sich weiterentwickelnden Debatte: von philosophisch-systematischen Grundlagen über die Analyse technischer und sozialer Dispositive, die Revision von Bild- und Evidenzkonzepten bis hin zu Gesprächen aus der Praxis.

Mit Beiträgen von Hanne Loreck, Dieter Mersch, Michaela Ott, Markus Rautzenberg, Ulrich Richtmeyer, Robert Schade, Philipp Stoellger, Sabine Wirth. Und Interviews mit Franco Moretti und Thomas Hettche.