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Sven Grampp: Hundert Jahre McLuhan
Hundert Jahre McLuhan
(p. 183 – 187)

Sven Grampp

Hundert Jahre McLuhan

PDF, 5 pages

W. Terrence Gordon, McLuhan: A Guide for the Perplexed, New York, London (Continuum Inter. Publis.) 2010.

Paul Grossweiler (Hg.), Transforming McLuhan. Cultural, Critical And Postmodern Perspectives, New York u. a. (Peter Lang) 2010.

Christian Huberts, Raumtemperatur. Marshall McLuhans Kategorien »heiß« und »kalt« im Computerspiel, Salzhemmendorf (blumenkamp) 2010.

Derrick de Kerckhove, Martina Leeker, Kerstin Schmidt (Hg.), McLuhan neu lesen. Kritische Analysen im 21. Jahrhundert, Bielefeld (Transcript) 2008.

Robert K. Logan, Understanding New Media. Extending Marshall McLuhan, New York u. a. (Peter Lang) 2010.

Marshall McLuhan, The Classical Trivium: The Place of Thomas Nashe in the Learning of His Time, hg. von W. Terrence Gordon, Berkeley (Ginko) 2006.

  • Marshall McLuhan

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Gesellschaft für Medienwissenschaft (ed.): Zeitschrift für Medienwissenschaft 4

Machen Medien Menschen und andere? So ließe sich die Kernfrage eines Mediendenkens fassen, das auf den formierenden Charakter medientechnischer Apparaturen abhebt. In Donna Haraways »Cyborg Manifesto« von 1985 kam diese Frage zu ihrem Bild: Cyborgs tauchen, so Haraway, immer dann auf, wenn die Grenze zwischen Maschine und Mensch oder Tier und Mensch porös zu werden droht. Seitdem
haben sich sowohl auf dem Gebiet der Technik als auch auf dem der Theorie die Grenzen weiter verschoben: Nicht-menschliche Wesen wurden von den Science Studies als Akteure (wieder)entdeckt, Computerprogramme werden nach lebendigen Prozessen modelliert, und VertreterInnen der Animals Studies fordern Menschenrechte für Tiere. Der Antihumanismus des 20. Jahrhunderts war von einem kritischen Impetus
gegenüber der Machtblindheit des abendländischen Humanismus geprägt und befragte Differenzsetzungen (Natur/Kultur, Frau/Mann, Tier/Mensch) hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Ein- und Ausschlusseffekte. Aktuelle anti-speziezistische Philosophien hingegen analysieren nicht länger die (mediale) Produktion von Differenzen, sondern feiern die Grenzüberschreitung hin zum Tier und zur Maschine als neue ontologische Stufe. Der Schwerpunktteil der Zeitschrift für Medienwissenschaft 4 setzt sich mit möglichen Konsequenzen dieser Negation von Differenz für die Konzeption des Menschen als Spezies unter anderen und als homo faber, der mit (Medien)Techniken operiert und manipuliert, auseinander.

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