Dieter Mersch: Sichtbarkeit/Sichtbarmachung
Sichtbarkeit/Sichtbarmachung
(p. 17 – 70)

Sichtbarkeit/Sichtbarmachung: Was heißt »Denken im Visuellen«?

Dieter Mersch

Sichtbarkeit/Sichtbarmachung
Was heißt »Denken im Visuellen«?

PDF, 54 pages

Für Dieter Mersch beginnt die Wiedergewinnung des Zeigens nicht erst in der Kritik am ›linguistic turn‹, sondern umfassender mit der Überwindung eines ebenso historischen wie immer noch aktuellen Platonismus in der Bildphilosophie. Der ebenso unvermittelten wie diese verstellenden Betrachtung des Bildlichen nach alleiniger Maßgabe von Abbildlichkeit, Repräsentation und dargestelltem ›Was‹ muss mit einem ›anderen Anfang‹ begegnet werden. Dieser betrachtet das ›Wie‹, die ikonische Medialität des Zeigens in Prozessen der Rahmung und Differenzbildung. Auf dieser Grundlage kann die Übertragbarkeit von vier klassischen Modellen des ›Denkens‹ (Schluss, Synthesis, Intentionalität, Reflexion) auf ein Denken in Bildern diskutiert werden.

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Dieter Mersch

Dieter Mersch

Dieter Mersch, professeur émérite à la Haute école des arts de Zurich, a étudié les mathématiques et la philosophie aux universités de Cologne, Bochum et Darmstadt. Entre 2004 et 2013, il a occupé la chaire de théorie des médias et de sciences des médias à l'université de Potsdam. De 2013 à 2021, il a été directeur de l'Institut de théorie à la Haute école des arts de Zurich, et professeur de théorie esthétique, ainsi que président de la Société allemande d'esthétique entre 2018 et 2021. Parmi ces dernières publications se trouvent Epistémologies de l’esthétique (Zurich / Berlin, 2015), Manifeste de la recherche artistique (Zurich / Berlin 2020), ainsi que de nombreuses études sur la philosophie des médias, la philosophie de l'art, la philosophie de l'image et le digital criticism.
Autres textes de Dieter Mersch parus chez DIAPHANES
Martin Beck (éd.), Fabian Goppelsröder (éd.): Sichtbarkeiten 2: Präsentifizieren

Der Begriff des Zeigens ist in den Geistes- und Kulturwissenschaften verstärkt und dauerhaft relevant geworden. Gegen Sprachfixierung und Präsenzvergessenheit als doppeltes Erbe des linguistic turn fasst er die Eigenart visueller, körper- und raumbasierter Medien ebenso wie eine Dimension der Aisthesis, die nicht im Symbolischen aufgeht. Die Beiträge des Bandes bilden einen aktuellen Querschnitt einer sich weiterentwickelnden Debatte: von philosophisch-systematischen Grundlagen über die Analyse technischer und sozialer Dispositive, die Revision von Bild- und Evidenzkonzepten bis hin zu Gesprächen aus der Praxis.

Mit Beiträgen von Hanne Loreck, Dieter Mersch, Michaela Ott, Markus Rautzenberg, Ulrich Richtmeyer, Robert Schade, Philipp Stoellger, Sabine Wirth. Und Interviews mit Franco Moretti und Thomas Hettche.