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Erich Hörl, Marita Tatari: Die technologische Sinnverschiebung
Die technologische Sinnverschiebung
(p. 43 – 63)

Erich Hörl, Marita Tatari

Die technologische Sinnverschiebung
Orte des Unermesslichen

PDF, 21 pages

Was Erich Hörl »Technoökologie« nennt – eine primordiale, uns wesentliche Umweltlichkeit –, wird erst aus einem Wandel des Sinns des Sinns heraus in ihrer Radikalität begreifbar. In ihr sieht Hörl die zentrale Bewegung der Sinngeschichte nach der Geschichtsteleologie. Die Technologie fordert heute weder negativ gedacht zu werden, als Mangel eines Grundes und Endzwecks, noch als Verwerfung der Sinnfrage, wie das das Bündnis von Kapitalismus und Nihilismus glaubt. Sie fordert den Status der Sinnfrage neu zu bestimmen. Das Gespräch geht der Frage nach, warum Hörl den Namen »Sinn« für diese heute stattfindende Wandlung beansprucht, inwiefern dabei der Sinn außerhalb jeglicher Teleologie gedacht wird und was das für die Künste heißt.

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Erich Hörl

Erich Hörl

studied Philosophy, Economy, Sociology and Communication Theory in Vienna and Paris. He holds a Junior Professorship at Bochum University.

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Marita Tatari

Marita Tatari

has been a principal researcher at the Institute of Theater studies of the Ruhr University of Bochum since 2011. She is working on the epistemology of theater studies and on the conceptualisation of theater history, out of a new interpretation of the concept of action in Hegel's Aesthetics. Her current research subject is a revision of the prevailing notion of Drama. She received her PhD in Strasbourg under the supervision of Jean-Luc Nancy, a Masters-Degree under the supervision of Philippe Lacoue-Labarthe and graduated in classical philology in Greece.

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Marita Tatari (ed.): Orte des Unermesslichen

Das Ende der Geschichtsteleologie wird als Voraussetzung einer Reflexion über die gegenwärtigen Künste begriffen. Jedoch bleiben gerade diejenigen ästhetischen und theaterwissenschaftlichen Diskurse, die in den neuen Kunstformen eine Überwindung der Tradition sehen, teleologisch. Vielleicht ist aber dieses Ende, das wir erleben, nicht als Überwindung, Bruch, Sprengung oder Verabschiedung zu verstehen, sondern – so eine Formulierung von Jean-Luc Nancy – als Mutation unseres Bezugs zu unseren Zwecken. Das vorliegende Buch diskutiert diesen Ansatz angesichts des Verhältnisses von Kunst und Politik, der Entwicklung der Technologie und der gegenwärtigen Finanzökonomie. Es stellt die Frage, was diese Mutation für die Analyse der Theatergeschichte und der Theaterpraxis bedeutet.