Erich Hörl, Marita Tatari: Die technologische Sinnverschiebung
Die technologische Sinnverschiebung
(p. 43 – 63)

Erich Hörl, Marita Tatari

Die technologische Sinnverschiebung
Orte des Unermesslichen

PDF, 21 pages

Was Erich Hörl »Technoökologie« nennt – eine primordiale, uns wesentliche Umweltlichkeit –, wird erst aus einem Wandel des Sinns des Sinns heraus in ihrer Radikalität begreifbar. In ihr sieht Hörl die zentrale Bewegung der Sinngeschichte nach der Geschichtsteleologie. Die Technologie fordert heute weder negativ gedacht zu werden, als Mangel eines Grundes und Endzwecks, noch als Verwerfung der Sinnfrage, wie das das Bündnis von Kapitalismus und Nihilismus glaubt. Sie fordert den Status der Sinnfrage neu zu bestimmen. Das Gespräch geht der Frage nach, warum Hörl den Namen »Sinn« für diese heute stattfindende Wandlung beansprucht, inwiefern dabei der Sinn außerhalb jeglicher Teleologie gedacht wird und was das für die Künste heißt.

  • politique
  • Jean-Luc Nancy
  • contingence
  • art contemporain

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Marita Tatari

Marita Tatari

est professeure de philosophie à l’université de Patras. Elle a passé son doctorat à l'université Marc Bloch de Strasbourg avec Jean-Luc Nancy et son habilitation à diriger les recherches à Ruhr Universität Bochum. Elle était Humboldt-Fellow à l’UC Berkeley et le ZfL Berlin. Elle a enseigné à la Humboldt université et l’université des Arts à Berlin, ainsi qu’aux universités de Bâle, Bochum, Leipzig, Dresden et Kreta. Elle a été professeur en remplacement d’esthétique contemporaine à l’université de Musique et des Arts Performatifs à Stuttgart. Parmis ses publications sont les livres Kunstwerk als Handlung – Transformationen von Ausstellung und Teilnahme, Fink 2017, Orte des Unermesslichen – Theater nach der Geschichtsteleologie (Hsg.), diaphanes 2014, Heidegger et Rilke – Interprétation et partage de la poésie, L’Harmattan 2013, Ästhetische Universalität – Vom fortbestehenden Wir, Metzler (à paraître).
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Marita Tatari (éd.): Orte des Unermesslichen

Das Ende der Geschichtsteleologie wird als Voraussetzung einer Reflexion über die gegenwärtigen Künste begriffen. Jedoch bleiben gerade diejenigen ästhetischen und theaterwissenschaftlichen Diskurse, die in den neuen Kunstformen eine Überwindung der Tradition sehen, teleologisch. Vielleicht ist aber dieses Ende, das wir erleben, nicht als Überwindung, Bruch, Sprengung oder Verabschiedung zu verstehen, sondern – so eine Formulierung von Jean-Luc Nancy – als Mutation unseres Bezugs zu unseren Zwecken. Das vorliegende Buch diskutiert diesen Ansatz angesichts des Verhältnisses von Kunst und Politik, der Entwicklung der Technologie und der gegenwärtigen Finanzökonomie. Es stellt die Frage, was diese Mutation für die Analyse der Theatergeschichte und der Theaterpraxis bedeutet.