Jean-Luc Nancy: Der kategorische Imperativ

Jean-Luc Nancy

Der kategorische Imperativ

Traduit par Martine Hénissart et Thomas Laugstien

broché, 160 pages

PDF, 160 pages

Der »kategorische Imperativ« gehört zu den philosophischen Fachbegriffen, die bis in die Alltagssprache gelangt sind. Zwangsläufig hat er sich dadurch von seiner ursprünglichen Intention entfernt. Wissen wir wirklich mit Kant, dass sich hinter diesem Imperativ ein »moralisches Gesetz« verbirgt? Genau das stellt Jean-Luc Nancy in den hier versammelten Essays mit Bezug auf Nietzsche, Derrida und andere immer wieder in Frage. Was erkennen wir wirklich, wenn die Scheuklappen von Erkenntnistheorie und Ethik gefallen sind? »Es geht nicht um Moral. Es geht um etwas, was uns verpflichtet, was uns zu Sein-Sollenden macht: um ein Gesetz vor jedem Gesetz, das uns gesetzt ist und dem wir ausgesetzt sind.« Und wenn sich hinter diesem Vor-Gesetzten nichts anderes verbirgt als – nichts? Die Auseinandersetzung mit der Ethik Kants ist eine Facette von Nancys Philosophie, die noch wenig erkannt, doch nicht weniger wichtig für sein Denken ist, insbesondere sein Denken von Recht und Gerechtigkeit, und hinführend zu seinen Arbeiten zu Globalisierung, Freiheit, Demokratie oder Gemeinschaft.

Der Band enthält ein aktuelles Vorwort des Autors zur deutschen Ausgabe sowie das exposé-artige Vorwort zur italienischen Ausgabe.

Table
  • 7–13

    Vorwort

  • 15–40

    Das kategorein des Übersteigens

  • 41–68

    Lapsus judicii

  • 69–94

    »Unsre Redlichkeit!«. Über Wahrheit im moralischen Sinne bei Nietzsche

  • 95–120

    Die imperative Wahrheit

  • 121–146

    Die freie Stimme des Menschen

  • 147–159

    Das aufgegebene Sein

  • 160

    Drucknachweise

  • éthique
  • déconstruction
  • Kant
  • Lumières

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Jean-Luc Nancy

Jean-Luc Nancy

compte parmi les plus importants penseurs de notre époque. Il a enseigné à l'université Marc Bloch jusqu'à son éméritat, et fut professeur invité aux universités de Berkeley, Irvine, San Diego et Berlin. Son œuvre multiple comprend des travaux sur l'ontologie de la communauté et la métamorphose du sens, mais aussi des études sur les arts et la théorie de l'image ainsi que des réflexions sur les aspects politiques et religieux des évolutions du monde contemporain. Ses textes les plus récents cherchent à opérer une déconstruction du monothéisme.

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